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Danke für die Arschkarte!


Sehr viel Spaß und ein bisschen zu viel Wasabi im Urlaub!
Sehr viel Spaß und ein bisschen zu viel Wasabi im Urlaub!

Willkommen in meiner neuen Kategorie: Einmal krank, immer krank?! Nachdem ich nun selbst von einer vermeintlich unheilbaren Krankheit betroffen bin, und ich eine Menge Fragen dazu hatte, habe ich mir gedacht, ich eröffne eine neue Rubrik, in der man sich genau darüber austauschen kann. In meinem Kopf läuft dabei absurderweise folgende Szene ab - natürlich in schwarz/weiß auf Grund meiner zerebralen Einschränkungen: Wir stellen uns alle vor und sagen, weshalb wir hier sind, so ähnlich wie bei den anonymen Alkoholikern. Und ich beginne. Hallo. Mein Name ist Daniela Rath-Müller, ich bin 38 Jahre alt und ich habe Morbus Bechterew. 


Tja, diese Art von Einstieg mag sicherlich nicht jedermann gefallen, aber ich finde, seinen Humor zu behalten kann kein Fehler sein. Ich war überhaupt schon immer so: Je mehr Gewitterwolken über mir aufrissen, umso mehr tanzte ich durch den Regen und sprang in die Pfützen. Einmal erwischte ich tatsächlich eine, die so tief war, dass ich bis zum Bauchnabel klatschnass war. Aber zurück zum Thema.


Ja, ich bin krank, was einige meiner Neider schon vor vielen Jahren behauptet hatten, die aber nur auf Grund einer perversen Ungerechtigkeit des Lebens damit Recht behalten sollten. Aber wie geht es einem, wenn man erfährt, dass man eine Autoimmunerkrankung hat, die zwar per se nicht tödlich, aber immerhin unheilbar ist? Ganz ehrlich? Mir ging es wie einem kleinen Mädchen, dass eines Nachts den Weihnachtsmann auf frischer Tat beim Kekse Naschen ertappt hatte: Ich war schockiert. Die Frage nach dem WARUM (viele Menschen fragen dann: Warum ich? Warum jetzt?) würde ich nie stellen, denn die Wege der Göttin sind unergründlich! Aber ich fragte mich doch: Wie kann ausgerechnet ich, die sich so gesund ernährt, nicht raucht, nur gelegentlich Alkohol trinkt, so gut wie nie Medikamente einnimmt und über alle Maßen sportlich ist, krank werden??? Da fühlt man sich fast ein bisschen wie "s'Muaterl" aus dem gleichnamigen Lied der EAV. Aber im nächsten Moment passte alles zusammen. Die vielen Schmerzen, die kommen und gehen; die Bewegungseinschränkungen, die ich seit vielen Wochen mit Grauen bemerke; die schlaflosen Nächte; die brennenden Augen; die reibenden Gelenke; alles das und noch vieles mehr ließ sich plötzlich erklären. 


Naja, und wenn man dann weiß, wie diese Krankheit voranschreitet und wie sie endet, dann denkt man sich auch: A***er (mein Mann und ich sagen immer, dass da oben ein paar sitzen und würfeln, wem die was als nächstes vor den Latz knallen). Ok, irgendwann akzeptiert man dann sein Los, und versucht, das Beste daraus zu machen. Ernährung noch besser anpassen, Alkohol komplett weglassen, Laufen sein lassen und stattdessen Rückengymnastik machen. Nein, das stört mich eh nicht. Ich war zwar im Juli noch annähernd täglich laufen, so zwischen zehn und 28 Kilometer, aber dann mach ich halt stattdessen Seniorensport. (Ich hoffe, dass Sie weiterhin meinen Sarkasmus erkennen!)


Kaum hat man sich damit angefreundet, kommen prompt die nächsten Symptome dazu, die das Ganze nun doch gefährlich machen. Die Rede ist von Herzattacken. Mittlerweile hatte ich bereits die fünfte oder sechste davon - ich habe leider nicht sofort alles mitgeschrieben. Und es ist nicht der Schmerz, der mir mitten in der Nacht augenscheinlich mein Herz zerreißen will, es ist die Ungewissheit, wie viele solcher Attacken noch gut ausgehen werden, bis ich endlich meinen langersehnten Arzttermin habe, der dann hoffentlich was bringt. Und hoffentlich ist der Arzt auch gut auf seinem Gebiet, denn leider habe ich auch schon etliche Male erfahren müssen, dass sich zwar viele im weißen Kittel für Götter halten, die wenigsten aber tatsächlich gute Ärzte sind. Also ich wünsche mir, dass mein Arzt das Problem auf Anhieb erkennt und mir dabei hilft, das zu beheben, denn zum Glück gibt es heute schon gute Medikamente für sowas. Und wenn diese Gefahr erst einmal gebannt ist, dann kann man auch wieder zur Normalität zurückkehren. Bis dahin bleibt dieses kleine Gewitterwölkchen, das ständig um einem herum schwirrt und einen daran erinnert: Es könnte jederzeit wieder losgehen!


Und wie geht's jetzt weiter? Eigentlich sind solche Erkrankungen unheilbar, aber ich bin überzeugt davon, dass ich meine zumindest zum Stillstand bringen kann. Warum ich mir diesbezüglich so sicher bin? Weil ich den Auslöser für meine Krankheit kenne. Und ich bleibe dabei, dass Dr. Rüdiger Dahlke Recht behält! Seit ich bei ihm in Ausbildung war, weiß ich, dass jedes körperliche Leiden (und ich spreche hier nicht von angeborenen Krankheiten, Chromosomenfehlern oder Vergleichbarem!) einen seelischen Ursprung hat. Na, sind Sie sich vielleicht auch nicht mehr ganz sicher, ob Ihnen nicht doch geholfen werden kann? Die meisten Menschen unterschätzen die Einwirkung der Seele auf unseren Körper! Wenn der Arzt zu keinem Ergebnis kommt, dann ist es halt so. Aber Sie müssen sich damit nicht abfinden! Wenn auch Sie eine Krankheit, eins Symptom, ein Syndrom oder sonst etwas haben, das Sie trotz Medikamente nicht los werden, dann vereinbaren Sie einen Termin bei mir in Eisenstadt oder auch online! Ich gehe mit Ihnen dort hin, wo die Wurzel Ihres Übels sitzt, und dann wollen wir mal sehen, ob Sie es nicht aus Ihrer Krankheit raus schaffen. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine Nachricht - ich freue mich wirklich, wenn ich Ihnen helfen kann.




Mit viel Humor und Liebe geht's einfach besser!
Mit viel Humor und Liebe geht's einfach besser!

Aber zurück zur Geschichte. Jetzt habe ich nur mehr ein Problem: Wie gehe ich damit um in Bezug auf meine Umwelt? Eigentlich ist eine Krankheit nichts, was man an die große Glocke hängt. Gut, der eigene Mann kriegt's sowieso als Erster mit, da er einen zu Ärzten begleitet und täglich mit dir zusammen ist. Die eigenen Pubertiere könnten es mitbekommen, dass Mami immer öfter die Stirn in Falten legt, die haben aber im Normalfall Wichtigeres zu tun. Aber es sind deine Kinder, also weiht man sie oberflächlich ein. Das mit dem Herzen lässt man unter den Tisch fallen, und generell bekommen sie die geschönte Wahrheit präsentiert, immerhin sollen sie sich keine Sorgen machen. Die eigene Mutter war dann bei mir die erste "außenstehende" Person, die ich aufgeklärt habe, und lustig war das nicht, denn als Mutter macht man sich vermutlich immer die meisten Sorgen um sein (wenn auch erwachsenes) Baby. Aber dabei bleibt's nicht, denn von Zeit zu Zeit nehmen wohl auch Freunde etwas wahr bzw möchte man sie nicht belügen. Und nachdem ich mittlerweile seit Monaten immer seltener bei meinen Sportstunden dabei war (ich bin ja immer noch Pilates- und Yogatrainerin und habe eigentlich täglich meine Stunden), fürchte ich, muss ich auch hier Farbe bekennen. Nachdem ich am 6. Dezember die Eröffnung meines Büro's in Eisenstadt hatte, konnte ich mich damit ein bisschen aus der Affäre ziehen. Aber sowohl dieser berufliche, als auch der private Weihnachts-Neujahrs-Trouble ist nun vorbei, sodass ich nur mehr zwei Möglichkeiten habe: Gute Miene zum bösen Spiel zu machen, oder die Karten offenlegen. Ersteres wird mir nicht immer gelingen, denn bei dieser Krankheit ist es so, dass sich Schmerzphasen mit nahezu schmerzfreien Zeiten abwechseln. Während eines Schubs kann ich so gut wie gar nichts machen! Ich kann mich kaum um meinen Haushalt kümmern, geschweige denn um meinen Sport! Das macht mir keinen Spaß, aber es ist einfach so. Mein Mann muss in jeder Hinsicht für mich einspringen. Er muss sich um die Einkäufe kümmern, er kocht, räumt auf, saugt das Haus, macht an meiner Stelle die Sportstunden und alles, wozu ich in einer Schmerzphase nicht in der Lage bin. Selbst in unserem letzten gemeinsamen mini-Urlaub war ich von Schmerzen geplagt, sodass er für mich sogar das Gehen übernommen hat, indem er mich aus dem Wasser auf die Liege trug. Und jetzt bin ich zum Glück wieder in einer guten Phase. Ein kleiner Teil meiner Rücken- und Kopfschmerzen bleibt zwar anscheinend schon dauerhaft, auch all meine großen Gelenke spüre ich zunehmend, aber im Vergleich zur Schmerzphase ist das nichts und ich kann mich halbwegs normal bewegen. Also soll ich mich heute, wenn mein erster Bauch-Beine-Po-Kurs nach den Weihnachtsferien wieder startet, vor alle hinstellen und sagen: "Ähm, schön, dass ihr da seid. Seid ihr gut rübergerutscht? Ich hab übrigens Morbus Bechterew"? Stell ich mir irgendwie nicht so toll vor, aber ich glaube, das entscheide ich dann spontan.


Aber jetzt erzählt mal bitte ihr! Welche Krankheiten plagen euch? Was sind eure Erfahrungen damit? Ich habe diese leidige Geschichte genau deshalb geschrieben, dass man sich mit anderen austauschen kann. Die Foren, die ich gefunden habe, sind schon relativ alt und waren auch eher sehr kurz. Ich würde mir wünschen, dass andere Menschen mit einer Krankheit, und das muss nicht MB sein, nicht einmal eine andere rheumatische Erkrankung, hier ihre Geschichte erzählen. Lasst uns doch gemeinsam darüber sprechen, einander Halt geben und dadurch vielleicht wieder Kraft schöpfen.


In diesem Sinne alles Gute.


Herzlichst, Ihre Daniela Rath-Müller 

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